Ökohaus: Was es ausmacht, Preise und Modell Übersicht

Der Klimawandel, die zunehmende Ressourcenknappheit, die Vermüllung der Weltmeere – Umweltprobleme auf der ganzen Erde schreien zunehmend nach einem Umdenken. Gerade auch in der Baubranche sind grüne Innovationen gefragt. So kommt es, dass das Ökohaus in den letzten Jahren wachsende Aufmerksamkeit erfährt. Doch was genau macht ökologisches Bauen aus, welche Arten von Ökohäusern gibt es und sind diese teurer als konventionelle Bauten?

Wann ein Haus als Ökohaus gilt, ist nicht einheitlich definiert. Grundsätzlich kann grünes Bauen auf mehrere Bereiche des Hauses abzielen:

 

  • Bausubstanz: Einen wesentlichen Beitrag zur Ökobilanz eines Gebäudes liefert seine Bausubstanz. Als ökologischer Baustoff hat sich vor allem Holz durchgesetzt. Eher seltener jedoch zunehmend beliebter sind Häuser aus Lehm und Stroh. Dabei sind Holzhäuser nicht nur für die Umwelt gut, sondern ebenso für deren Eigentümer. So fördert Holz als Baustoff ein gesundes Raumklima.
  • Energieversorgung: Neben den verwendeten Materialien beim Hausbau kennzeichnet das Ökohaus eine möglichst klimaneutrale Energieversorgung. Gerade bei der Heizung gibt es heute verschiedene grüne Alternativen zu den fossilen Brennstoffen Öl und Gas. Pelletheizungen und Holzöfen setzen auf einen nachwachsenden Rohstoff. Die Wärmepumpe nutzt Umgebungswärme zu Heizen. Zur Stromversorgung kann Solarenergie oder Ökostrom genutzt werden.
  • Dämmung: Doch grünes Heizen allein nützt nichts, wenn das Haus die Wärme nicht hält. Ökohauser besitzen eine gute Dämmung, sodass die benötigte Energie für Heizen und Klimatisierung auf ein Minimum reduziert wird.

Modell Südtirol

Modell Finnland

Modell Österreich

Ab 96.000 € Ab 51.000 € Ab 75.000 €

Weitere Ökohäuser

Gut für die Umwelt und seine Bewohner

Der grüne Gedanke erhält Einzug in immer mehr Lebensbereiche. Wer sich für ein Ökohaus entscheidet tut dabei nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch sich selbst.

So setzen ökologische Baufirmen überwiegend auf Naturmaterialien. Vor allem auch bei Allergikern sind Ökohäuser beliebt.

Holz ist nicht nur klimaneutral und nachwachsend, sondern fördert außerdem ein gesundes Raumklima.

Bauweisen und Arten

Grundsätzlich ist die Palette an Baustilen unter ökologischen Häusern genau so breit wie bei konventionellen Bauten. So reicht das Angebot vom Holzhaus Bungalow über nachhaltige Stadtvillen bis hin zum Chalet.

Ein Trend, der hierzulande in den letzten Jahren aufgekeimt ist, besteht in Tiny Houses. Die Minihäuser reduzieren ihre Wohnfläche oft auf weniger als 30 Quadratmeter. Neben der Reduktion steht bei vielen Anhängern des kleinen Wohnens der Nachhaltigkeitsaspekt im Vordergrund. So geht eine kleinere Wohnfläche mit einem niedrigeren Verbrauch an Ressourcen einher. Das beginnt bereits beim Bau des Hauses und reicht bis zum alltäglichen Wohnen.

Kostet es mehr, ökologisch zu bauen? 

Aufgrund des höherwertigen Baumaterials und der zumeist komplizierteren Bauweise liegen die Kosten für ein Ökohaus in der Regel über denen eines konventionellen Hausbaus. So ist zum Beispiel die Dämmung mit ökologischen Baustoffen in Hanf teurer als eine solche mit synthetischen Dämmmaterialien wie Styropor.

Auch die meisten ökologischen Heizsysteme wie Wärmepumpen und Pelletheizungen sind teurer als herkömmliche Systeme mit Öl und Gas.
Die höhere Anfangsinvestition bei einem Ökohaus rechnet sich jedoch mit der Zeit. Eine effizientere Dämmung und Heizungen mit niedrigen Energieverbrauch sorgen nicht nur für Umweltschutz, sondern reduzieren die laufenden Kosten. Über einen längeren Zeitraum sorgt der geringere Energieverbrauch demnach dafür, dass sich ökologisches auch finanziell lohnt.