Minihaus: Alles zu Preisen, Vorteilen und Modellen

Gerade einmal 25 Quadratmeter umfassen viele von ihnen. Dennoch bieten sie alles, was es zum Wohnen braucht vom Schlafplatz über Dusche und Bad bis zur Küche. Das Minihaus ist einer der Wohntrends jüngster Zeit. Warum immer mehr Menschen ihre Wohnfläche reduzieren sowie Modelle und Preise für Minihäuser in diesem Artikel.

Auch wenn es kleine Häuser schon immer gab, nimmt der Trend zu Beginn der 2000er erst richtig Fahrt auf. Ursache ist die Wirtschaftskrise, die sich von den USA weltweit ausbreitet. Die wirtschaftlich prekäre Lage lässt den Traum vom Eigenheim für viele Menschen platzen. Zumindest scheint es so. Denn mit dem Minihaus verbreitet sich eine bezahlbare Alternative.

Heute spielen finanzielle Gründe bei den meisten Bewohnern von Kleinhäusern eher eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund steht hier die Nachhaltigkeit. Hier einige Beispiele für verschiedene Kleinhäuser und deren Preise vom Tiny House bis zum kleinen Bungalow oder auch Containerhaus. Dabei gilt es zwischen Minihäusern auf Rädern und solchen ohne einen fahrbaren Untersatz zu unterscheiden:

Modell Südtirol

Modell Finnland

Modell Island

Ab 96.000 € Ab 51.000 € Ab 55.000 €

Alle Minihäuser

Kleinere Fläche, mehr Nachhaltigkeit

Ein Minihaus bauen oder kaufen Eigentümer heute dabei längst nicht mehr ausschließlich aus finanziellen Gründen. Zunehmend Bedeutung erlangt dabei der Umweltschutz. Denn das Wohnen im Kleinhaus bedeutet nicht nur weniger Fläche, sondern ebenso weniger Verbrauch an Ressourcen. Das bezieht sich auf folgende Punkte:

  • Heizung: Raumheizung und Warmwasser machen zusammen mehr als 70 Prozent des Energieverbrauchs in einem durchschnittlichen, deutschen Haushalt aus. Jeder Quadratmeter zusätzlich bedeutet zusätzliche Heizenergie.
  • Strom: Jeder Quadratmeter muss beleuchtet werden. Je kleiner das Haus, desto weniger Strom benötigt es.
  • Instandhaltung: Reparaturarbeiten, Renovieren und Putzen – Ein kleines Haus bedeutet nicht nur weniger Arbeit sondern  auch weniger Energie für dessen Instandhaltung.

Demnach erweist sich ein kleines Haus im Unterhalt als deutlich nachhaltiger als ein baugleiches größeres Haus. Dass Mini Homes auf dem Vormarsch sind, hat ganz entscheidend auch mit einem wachsenden Umweltbewusstsein innerhalb der Bevölkerung zutun.

Holz als bevorzugtes Baumaterial für Kleinhäuser

Wer ein Minihaus bauen oder kaufen möchte wird feststellen, dass es sich meist um Holzhäuser handelt. Das hat einen guten Grund. Ein Holzhaus ist verglichen mit einem solchen aus Stein, Beton oder Ziegeln deutlich leichter. Das ist gerade bei mobilen Minihäusern entscheidend.

Des Weiteren unterstützt Holz den ökologischen Ansatz des Small House Movements. Dabei wächst es nicht nur nach, sondern ist recyclebar und CO2-neutral.

Zu guter Letzt sorgt Holz für eine optimale Raumausnutzung. Das liegt an seinen guten Dämmeigenschaften. So verfügt Holz bereits von Natur aus über einen vergleichsweise hohen Wärmedurchlasswiderstand. Ein Minihaus aus Holz kommt deshalb mit wenigen bis gar keinen zusätzlichen Dämmschichten aus. Das hat zur Folge, dass sich die Wanddicke des Gebäudes reduziert. Bei gleicher Grundfläche bleibt mehr Raum zum wohnen.

Tiny Houses auf Rädern

Bei Häusern auf einem Fahrgestell ergibt sich die geringe Wohnfläche allein schon aus der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Demnach darf ein Fahrzeuganhänger nicht breiter als 2,55 Meter und länger 12 Meter sein. Insgesamt ergibt sich hier eine Grundfläche von rund 30 Quadratmetern.

Doch trotz der geringen Wohnfläche gilt auch ein Minihaus aus rechtlicher Sicht als Gebäude. Es benötigt also einen Baugenehmigung. Das ist übrigens auch dann der Fall, wenn es als Wohnraumerweiterung oder Gartenhaus genutzt werden soll.